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Wie wirken sich versunkene Kosten auf die Ermittlung des Cashflows aus?

Versunkene Kosten sind für die Ermittlung historischer Finanzdaten relevant, haben jedoch keinen Einfluss auf die Ermittlung von Cashflows. Versunkene Kosten sind per Definition Kosten, die in der Vergangenheit entstanden sind und nicht geändert werden können. Buchhalter berücksichtigen versunkene Kosten, wenn sie den Nettobuchhaltungsgewinn für die Periode ermitteln. Finanzanalysten ignorieren jedoch versunkene Kosten und betrachten stattdessen zukünftige inkrementelle Cashflows.

Cashflows vs. Buchhaltungsgewinne

Unternehmen betrachten in der Regel Bilanzgewinne, wenn sie die Ergebnisse rückwirkend bewerten. Die Buchgewinne messen Einnahmen und Ausgaben eher periodengerecht als bar. Beispielsweise kann der Buchgewinn Gewinne erzielen, obwohl das Unternehmen das Geld noch nicht erhalten hat. Auf der anderen Seite werden Cashflows häufiger bei der Bewertung potenzieller Finanzprojekte verwendet. Dies liegt daran, dass Analysten den Zeitwert des Geldes bei der Betrachtung der Cashflows besser messen und die Auswirkungen einer Reinvestition des Geldes bewerten können.

Inkrementelle Cashflows

Bei der Ermittlung von Cashflows für ein Projekt versuchen Analysten, die inkrementellen Cashflows des Projekts zu messen. Inkrementelle Cashflows sind die einzigartigen Cashflows, die das Projekt dem Unternehmen bringt. Eine andere Möglichkeit, sich inkrementelle Cashflows vorzustellen, ist die Differenz zwischen den Cashflows mit dem Projekt und den Cashflows ohne das Projekt. Die Analysten verwenden den Netto-Cashflow für Investitionsanalysezwecke. Das bedeutet, dass sie alle Mittelzuflüsse aus dem Projekt identifizieren und alle Mittelabflüsse aus dem Projekt subtrahieren.

Relevante Kosten und versunkene Kosten

Das Konzept der Mittelzu- und -abflüsse scheint einfach genug, aber Analysten müssen vorsichtig sein, welche Kosten sie bei der Berechnung verwenden. Da sie versuchen, zukünftige Cashflows zu messen, müssen Analysten darauf achten, versunkene Kosten nicht zu berücksichtigen. Da versunkene Kosten Kosten sind, die dem Unternehmen bereits entstanden sind, sollten sie nicht in zukünftige Cashflows einfließen. Angenommen, ein Unternehmen hat im vergangenen Jahr 50.000 US-Dollar für Marketingtests bezahlt und entscheidet nun, ob es in das Projekt investiert. Die 50.000 USD sind versunkene Kosten, die in der Vergangenheit entstanden sind und nicht in die Mittelabflüsse zur Bestimmung der Projektrentabilität einbezogen werden sollten.

Diskontierung von Cashflows

Der letzte Schritt bei der Ermittlung der Projekt-Cashflows besteht darin, die Cashflows auf ihren Barwert abzuzinsen. Da ein Dollar heute mehr wert ist als ein Dollar morgen, sind Cashflows, die in 10 Jahren auftreten, nicht so viel wert wie Cashflows, die morgen auftreten. Die Ermittlung des Nettobarwerts der Cashflows ermöglicht es Managern, den Wert von Projekten, die über verschiedene Zeiträume laufen, einfach zu vergleichen.